Und jährlich grüßt Kyoto . . .
Freitag, 17. November 2006Alle Jahre wieder findet ein Klimagipfel statt — und jeder steht noch immer im Schatten des Kyoto-Protokolls. Dabei soll doch schon ein Nachfolger für jenes Protokoll entwickelt werden, dessen Ziele bis 2012 erfüllt seien sollten. Mittlerweile ist man soweit, dass über einen Anpassungsfonds auch ärmeren Ländern die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden sollen, an ihrem CO2-Ausstoss zu arbeiten. Wie der wiederum finanziert werden soll, scheint noch unklar. Der schweizer Bundespräsident hat eine globale CO2-Steuer vorgeschlagen. In diesem Vorschlag wird er von Kofi Annan unterstützt.
Der UN-Generalsekretär hat darüberhinaus klare Worte für den Stand der Dinge gefunden und den politisch verantwortlichen in den westlichen Industrienationen “Versagen und Ignoranz” (s.o.) vorgeworfen. Wobei er natürlich Recht hat, wenn er sagt: “Wenn wir scheitern, dann müssen unsere Kinder dafür zahlen.”
Ob Siegmar Gabriel, der in Nairobi seine Antrittsrede hielt, das in seiner Politik auch beherzt? Der Kommentar dazu im Umweltjournal von Greenpeace ist eher pessimistisch.
Wie man in der Schweiz die Lage beurteilt, zeigt ein kurzes Interview mit dem Direktor des schweizirischen Bundesamt für Umwelt, Bruno Oberle, für den die Emissionsverminderung im Zentrum steht.
Wer noch mehr über den Klimaschutz und die CO2-Problematik erfahren will, der sei verwiesen auf dieses Dossier vom Klimabuendnis.org, das noch einmal die ganze Geschichte seit der Nicht-Ratifizierung des Kyoto-Protokolles durch die USA nachzeichnet und sich in der Hauptsache mit dem CO2-Handel auseinandersetzt und auf die Seite von Germanwatch.org. Dort gibt es eine ausführliche Linkseite zum Klimagipfel in Nairobi. Unter anderem mit einem Link zum Kyoto-Protokoll (pdf) und weiteren interessanten Informationen.
Noch mehr Fragen und Antworten gibt es bei dropping knowledge. Eine interessante Plattform. Allerdings auf Englisch.