eee pc – Erfahrungen erstmaligen Einrichtens eines anderen OS

12. September 2008

Nachdem ich auf meinem eee (900A) zwar LaTeX und TeXMaker installieren konnte, aber das nur über ein Terminal zum Laufen bekam und es auch sonst alles nicht so war (siehe hier), wie ich mir das vorgestellt hatte, fasste ich den Entschluss, ein anderes OS zu installieren.

Meine Wahl fiel auf eeebuntu Netbook Remix (NBR).

Das habe ich dann (mit Hilfe von UNetbootin) auf eine SD-Karte gepackt und von dort aus installiert. Danach aber musste ich erst einmal ein bisschen tüfteln. So schreibt sich das System bei der Installation die falsche Nummer für die Festplatte auf. Darauf muss man aber erst einmal kommen. Zum Glück war ich nicht der einzige: hier sind Lösungsvorschläge zu diesem Problem. Alles läuft darauf hinaus, in der Datei menu.lst in den Zeilen, in denen die Festplatten angesprochen werden, die Werte von (1,0) auf (0,0) zu setzen. Danach fuhr das System problemlos hoch.

Ich hatte mich schon darauf eingerichtet, dann mühsam das WiFi-Modul einrichten zu müssen. Aber nichts da: eeebuntu hat tatsächlich direkt funktioniert: WiFi war da, Netzwerke wurden gefunden, nach dem Einrichten meiner Verbindung lief es. Auch die Funktionstasten, deren Aktivierung und Nutzung immer wieder als problematisch beschrieben wurde, liefen von Anfang an wie geschmiert.

Einzig die Webcam und das Mikrofon taten noch nicht, was sie sollten; zumindest nicht so, wie sie sollten. Aber das Wichtigste: ich war wieder Herr auf meinem Rechner und konnte tun und lassen, was ich will. Softwareinstallationen und Nutzung waren wieder wie gewohnt (auf meinem Heimrechner habe ich auch schon Ubuntu). Die 8GB SSD bieten im übrigen genug Platz, und wenn ich mal mehr brauche, dann kann ich immer noch eine SD-Karte zum Erweitern nutzen. Jetzt ist mein eee so, wie ich ihn haben wollte.

eee pc 900a

12. September 2008

Je mehr wir zu Hause wurden, umso knapper wurden die Güter, vor allem der Zugriff auf und die Nutzbarkeit von Computern. Früher hatten wir einen Laptop und zwei Rechner, waren aber nur zu dritt. Da ging die Rechnung noch auf. Bei acht Leuten und drei Rechnern und besagtem Laptop kann man schon eine Liste führen und Schlange stehen. Oder Alternativen schaffen.

In diesem Fall habe ich mich als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt (hüstel) und bereit erklärt, mein Glück jenseits des Laptops zu versuchen. Und was liegt jenseits eines Laptops? Genau: ein Netbook. Aber die 7-Zoll-Modelle kamen alle nicht in Frage, der MSI hat mir nie so zugesagt und das Acer Aspire One schien ganz nett, aber es gab zu wenig Nutzer, von deren Erfahrungen man hätte lernen können. Das ist alles beim Asus eee pc anders. Da die 10-Zoll-Variante meine Preisvorstellungen erheblich überschritt musste ein 9-Zöller her. Und weil das mit dem Liefern des 901er (der ja gut getestet wurde) nicht so weit her ist, habe ich mich für den 900A entschieden. Das Wichtigste in Kürze: Intel Atom N270, 1,6 GHz, 1GB RAM, 8GB SSD und Linux.

Die Zeit drängte auch ein wenig, ich wollte ihn direkt mitnehmen zur 7th International Conference on Social Science Methodology in Neapel. Ein kleines Netbook, mit dem ich drahtlos ins Internet konnte, das wenig Platz in der Tasche einnahm (so viel wie ein Taschenbuch halt) — das klang viel versprechend.

Drei Tage vor der Konferenz kam es dann an. Schick ist es, und funktionieren tut es auch. An die kleine Tastatur habe ich mich wesentlich schneller gewöhnt, als ich dachte, und das, obwohl ich mit mindestens acht Fingern schreibe. Alle Funktionen liefen einwandfrei: Netzwerk über WiFi, Webcam, Audio, das System war stabil und hatte die nötigsten Programme. Andererseits hat das Xandros-System, das Asus da nutzt, auch erhebliche Nachteile. Software nachzuinstallieren ist beispielsweise schon schwieriger. Wenn man nur mal LaTeX nimmt (mit irgendwas muss man ja arbeiten . . .): die erforderlichen Rechte mussten erst über ein Terminal geholt werden, die Pakete konnten zwar mit Synaptics Paketmanager eingespielt werden, aber später konnte die Installation nicht genutzt werden. Egal, ob aus GUIs heraus oder über das Terminal, LaTeX war nicht ansprechbar. Und dann wurden auch noch die Änderungen in Programmeinstellungen nicht gespeichert, so dass nach jedem Neustart ich auch TeXMaker hätte neu konfigurieren müssen. Das war mir alles zu blöd.

Alles andere lief wie geschmiert: WiFi war kein Problem, Kontakt mit zu Hause zu halten auch von Neapel aus völlig einfach.  Dennoch stand mein Entschluss fest: Super Gerät, falsches OS. Alternativen mussten her.

Unterschicht

24. April 2007

Jaja, alles nur “Hinrgespinste lebensfremder Soziologen“. Aber dafür gut tradierte. Und nunmehr auch noch doppelt belegt. Offenbar ist das eine unbequeme Wahrheit über die Sozialstruktur Deutschlands. Wobei der Begriff “abgehängt” unschön ist, weil er Assoziationen an “abgehangen” hervorruft und damit wertend ist. Er sollte eher durch einen anderen Begriff wie  “benachteiligt” ersetzt werden.

Ob sich wohl eine Diskussion darum entwickeln wird? Es wäre doch für die CDU mal eine nette Möglichkeit, den Satz ihres ehemaligen Kanzlers neu zu denken: “Interessant ist, was hinten dabei rauskommt.” Vielleicht sollte man da mal mehr drauf achten . . . und die Menschen dieser “Schicht” wieder in die Gestaltung der politischen Ziele einbeziehen. Das könnte davor bewahren, eine “Zuschauerdemokratie” heraufziehen zu lassen.

Arbeitsmarkt für SoziologInnen

17. März 2007

Wer sich mal über den Arbeitsmarkt für sozialwissenschaftliche Berufe informieren will, der kann das hier in einer Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeit tun. Neben einer Darstellung der Studierenden- und Absolventenzahlen und Informationen zur Berufseinmündung und -praxis gibt es auch einen Exkurs zur Existenzgründung und ein Kapitel über das Arbeiten im Ausland.

Wer noch mehr erfahren will . . .

12. März 2007

. . . zum Thema Klimawandel, dem sei hier das Dossier der Tagesschau ans Herz gelegt. Hier ist der Link.

Über alles und jeden.

20. Februar 2007

Zwei sehr interessante Seiten:

Die erste beschreibt “in Echtzeit” (allerdings mit Daten aus 2005) Geburten, Sterbefälle und — den CO2-Ausstoß aller Länder dieser Erde: www.breathingearth.net
Die zweite beschreibt, “wieviel Natur durch [meinen] Lebensstil verbraucht wird”: www.ecofoot.org
Also Seiten über alles und jeden. Und so eindeutig, dass man sie nicht mal mehr kommentieren muss.

Premium ist Ehrensache, oder eher der Klimaschutz?

10. Februar 2007

In einem Interview mit Jürgen Trittin stellte der fest, dass die Autoindustrie den Schadstoffausstoß im Griff haben könnte, würde sie ihre Selbstverpfilchtung einlösen. Bis 2008 sollten Werte von 140 g Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer erreicht werden, bis 2012 120 g.

Diese Werte werden also nicht erreicht. Jetzt kommt die Politik “daher” und fordert die Einhaltung dieser Verpflichtungen oder will aus der Selbstverpflichtung etwas handfesteres machen, wie zum Beispiel über eine Besteuerung der Autos nach ihrem Ausstoß. Dieses Modell einer CO2-Steuer macht natürlich den Autoherstellern mehr Druck. Bisher konnten sie sich immer auf das Kaufverhalten der Kunden herausreden (die nunmal nur größere Autos kaufen wollten), bei einer drohenden höheren Besteurung würde sich dieses Kaufverhalten aber wohl ändern.

In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung (vom 09. Februar 2007) wird Erwin Huber mit seiner Reaktion auf die Forderung nach einer solchen Steuer zitiert: “Premiummarken wie BMW, Audi, Mercedes und Porsche [würden dadurch] kaputt”gemacht.

Kann das denn sein? Könten die Autohersteller nicht auch auf eine solche Entwicklung reagieren? Für gewöhnlich ist die Autoindustrie ja doch recht schnell in ihren Reaktionen auf den Markt. Und immerhin gibt es ja auch die Selbstverpflichtung. Der Wille scheint also da zu sein. Warum setzt man ihn dann nicht durch?

Die Antwort lautete bisher immer: weil die Kunden größere Autos mit mehr Extras (Klimaanlage, Navigationssysteme und solche Dinge) nachgefragt haben, hat man eben solche Autos produziert und nicht die Verringerung des Ausstoßes vorangetrieben.

Dabei wäre es doch so einfach, eine Verknüpfung von verringertem Ausstoß und Premium-Image herzustellen. Die Bio-Marken in den Supermärkten machen das vor: sie sind teurer als die übrigen Lebensmittel, aber die Kunden fragen es nach und kaufen es. Ein umweltschonendes Auto mit einem “Premium-Image” würde aller Wahrscheinlichkeit nach ebenso gerne und gut nachgefragt werden. Aber solche Überlegungen scheinen die Autohersteller nicht anzustellen. Schade eigentlich. Umweltschutz könnte mehr als nur Ehrensache sein, man könnte sogar daran verdienen.

Nachtrag I:

Mittlerweile forderte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee eine Umstellung der KFZ-Steuer: Nicht der Hubraum, sondern der Schadstoff-Ausstoss soll dann Berechnungsgrundlage der Steuer werden.

Und das sind alles einigermassen “olle Kamelle”: selbst der ADAC hat schon so eine Umstellung vorgeschlagen — im Januar 2005.

Nachtrag II:

Und so melden sich die Länder zu Wort: sie stellen sich gegen eine Umstellung wegen möglicher Mindereinnahmen aus der KFZ-Steuer.

Die Bahn

12. Dezember 2006

Eigentlich ist die Bahn ja etwas Tolles. Also, jetzt nicht im Sinn von “närrisch”, nein wirklich: sie ermöglicht einem umweltschonend von A nach B zu kommen. Und in den meisten Städten sogar noch direkt ins Zentrum, ohne einen Parkplatz suchen zu müssen. Neulich bin ich wieder mal Bahn gefahren. Weil ich musste. Und das Beste: ich kam pünktlich an meinem Ziel an.

Und das ist ein großes Wunder. Seit ich im Rheinland wohne, versuche ich ständig, den ÖPNV hier zu nutzen. Aber der ÖPNV macht es mir nicht leicht. Eine Zeitlang beispielsweise wollte ich aus Köln zur Arbeit in einen Ort, der ein Paar Kilometer weiter östlich liegt. Das war eine Katastrophe. Ich bin fast jeden Morgen zu spät gewesen, und das, obwohl ich immer früher losgefahren bin. Anfangs hatten die Züge nämlich nur Verspätung, später fielen sie gleich ganz aus.

Die neue “Börsen-Bahn” hat viele Fehler. Und vielen fällt das auf. Die meisten beschweren sich dann. Aber warum nicht mal den Witz darin sehen? Ich meine, gibt es ein größeres System mit einem so hohen Entropiefaktor, dass es schon wieder funktioniert? Nehmen wir meine letzte Bahnfahrt:

Alles fing damit an, dass ich am Bahnhof stand und nach Norden wollte. Mein endgültiges Ziel musste ich über zwei Großstädte erreichen und mindestens zweimal umsteigen. Die Zeit drängte, denn obwohl ich immer eine gute halbe Stunde für Verspätungen einplane, war an diesem Morgen diese Marge schon angegriffen, bevor ich überhaupt im ersten Zug saß. Die Bahn und ich — wir hatten also eine Chance, etwas unmögliches zu schaffen: mit Verspätung pünktlich ankommen.

Das aber schien schwierig: der angeschlagene Zug sollte 15 min Verspätung haben. Es gibt da so ein Motto: manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, wenn man vorwärts kommen will. Ich könnte über einen Bahnhof im Süden mit dem ICE wieder nach Norden fahren. Der ICE wäre sicherlich schneller. Also kam ich ins Grübeln. Währenddessen fuhr aber ein Zug ein. In die richtige Richtung. Mit satten 40 min Verspätung. Und ich war noch keinen Meter weit gefahren.

Mit der Aura eines Glücksritters bestieg ich den Zug. Er brachte mich in die erste Großstadt. Dort angekommen, habe ich gar nicht erst auf den Fahrplan geachtet, ich bin einfach in den nächstbesten Zug in die richtige Richtung gestiegen. Und hatte wieder Glück: er kam und fuhr und brachte mich ans Ziel. Und das, obwohl auf dem ganzen Bahnhof so gut wie alle Züge Verspätung hatten. Reiner Zufall, eine andere Erklärung gibt es gar nicht. Und da fiel mir der bisher beste Werbespruch wieder ein, den die Bahn leider nie benutzt hat (er ist von Volker Pispers):

“Deutsche Bahn: Kommen Sie, wann Sie wollen. Wir fahren, wann wir wollen.”

Man muss dabei wohl von Glück sagen, dass Schienen plötzliche Richtungsänderungen nicht zulassen. Sonst müsste man wohl auch noch darum bangen, am richtigen Ort anzukommen. Und dann sollte es besser heißen: “Kommen Sie wann Sie wollen, wir bringen Sie, wohin wir wollen.” Aber im Ernst: wenn man mal Zeit hat und vielleicht ein bisschen Abenteurlust verspürt, dann sollte man auf jeden Fall Bahn fahren. Die Züge fahren ja sowieso. Zumindest noch. Also, wenn sie kommen . . .

Und jährlich grüßt Kyoto . . .

17. November 2006

Alle Jahre wieder findet ein Klimagipfel statt — und jeder steht noch immer im Schatten des Kyoto-Protokolls. Dabei soll doch schon ein Nachfolger für jenes Protokoll entwickelt werden, dessen Ziele bis 2012 erfüllt seien sollten. Mittlerweile ist man soweit, dass über einen Anpassungsfonds auch ärmeren Ländern die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden sollen, an ihrem CO2-Ausstoss zu arbeiten. Wie der wiederum finanziert werden soll, scheint noch unklar. Der schweizer Bundespräsident hat eine globale CO2-Steuer vorgeschlagen. In diesem Vorschlag wird er von Kofi Annan unterstützt.

Der UN-Generalsekretär hat darüberhinaus klare Worte für den Stand der Dinge gefunden und den politisch verantwortlichen in den westlichen Industrienationen “Versagen und Ignoranz” (s.o.) vorgeworfen. Wobei er natürlich Recht hat, wenn er sagt: “Wenn wir scheitern, dann müssen unsere Kinder dafür zahlen.”

Ob Siegmar Gabriel, der in Nairobi seine Antrittsrede hielt, das in seiner Politik auch beherzt? Der Kommentar dazu im Umweltjournal von Greenpeace ist eher pessimistisch.

Wie man in der Schweiz die Lage beurteilt, zeigt ein kurzes Interview mit dem Direktor des schweizirischen Bundesamt für Umwelt, Bruno Oberle, für den die Emissionsverminderung im Zentrum steht.

Wer noch mehr über den Klimaschutz und die CO2-Problematik erfahren will, der sei verwiesen auf dieses Dossier vom Klimabuendnis.org, das noch einmal die ganze Geschichte seit der Nicht-Ratifizierung des Kyoto-Protokolles durch die USA nachzeichnet und sich in der Hauptsache mit dem CO2-Handel auseinandersetzt und auf die Seite von Germanwatch.org. Dort gibt es eine ausführliche Linkseite zum Klimagipfel in Nairobi. Unter anderem mit einem Link zum Kyoto-Protokoll (pdf) und weiteren interessanten Informationen.

Noch mehr Fragen und Antworten gibt es bei dropping knowledge. Eine interessante Plattform. Allerdings auf Englisch.

Google

06. November 2006

Über Google hört man ja immer wieder mal was. Aber was eigentlich?

Auf der Google-Seite für Fragen aller Art kann man diese Frage anscheinend nicht stellen. Darüber informiert das interessante Google-Blog der Zeit.

Neulich gab es im Fernsehen (ich glaube auf arte) eine Dokumentation zu Google (will eat itself). (Die Sendung enthielt offenbar Teile einer früheren Doku vom NDR, zu der es hier einen Link (sogar noch einen Trailer) gibt.) Erschreckend, was alles schon über uns bei Google bekannt und gespeichert ist. Da wundert es nicht, wenn solche Zukunftsvisionen wie dieser recht bekannte kleine Film über die Macht und Möglichkeiten von Google entstehen.

Eher verwundert es schon, dass anscheinend alle munter weiter ihre Daten in Google einspeisen. Wo es doch für fast alles eine Alternative gäbe. Wenn wir nur nicht immer so gerne alles von einem Portal aus machen würden . . .

Ich bin mir fast sicher, dass es einen Aufschrei gäbe sobald eine Regierunge in dieser Masse und Detailiertheit Daten über Bürger sammeln würde. Aber einem Unternehmen kann man sicherlich mehr trauen. Oder? Ich bin jedenfalls gespannt, wohin die Reise mit Google noch geht.


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